Texte

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Estate 13
Die Ruhe im Sturm mit denen,
die sich Erholen wollen.
Mit der Erinnerung an den Winter
und dem Hoffen auf den Sommer
Platz
Der Blick in die Mitte mit der
Kraft der Leere. Ein Kind stolpert über den
Rand hinaus, eine kleine Gesellschaft
Gedrängt am linken Rand
Winter
Unzugänglich geschlossen.
Schön sehe ich dich, du
Strandgewächs im Winter,
Bist, wie du bist
Weit
Zwischen Auge und Horizont die
Weite und das Dazwischen,
ein Fingerzeig dem Blick:
Da, und weiter: Da
Dunkel
Dunkel, und der Blick sucht die
Hoffnung des Lichts, sucht die Nähe
zu dem, was er entdecken möchte.
Die stillen Füße
Wenn Füße laufen, läuft ein
Mensch. Oder zwei. Ruht der Fuß,
ruht ein Mensch. Oder die Füße stehen.
Und unterhalten sich.
Über Spiegel
Du, ich sehe dich, die ich
bin, die du bist, der es ist.
Verkehrt, scheint es, und
doppelt und dreifach.
Der Stille wegen
Sie sind gekommen der
Gemeinsamen Stille wegen oder
Warten oder nur da sind und sich mit
Nichts begegnen.
Frühling – die Blume
Mit Wollust umarmst du den kleinen
Raum deiner Pracht. Kündest von der
Pracht draußen, geschenkt ohne
Zucht und Ordnung.
Venedig
Dort hat die Zeit mich
wandern lassen in die Ecken der
Stille, der geendeten Zukunft und ließ
staunen mich über die Schönheit dort
Manfred Kästner Poetische Versuche zur Fotografie